Was ist HACCP einfach erklärt

HACCP steht für Hazard Analysis and Critical Control Points, auf Deutsch: Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte.

Einfach gesagt: HACCP ist ein systematisches Konzept, um Risiken für die Lebensmittelsicherheit frühzeitig zu erkennen und wirksam zu kontrollieren – unabhängig davon, ob es sich um Herstellung, Lagerung, Transport, Handel oder Dienstleistungen im Lebensmittelbereich handelt.

Das System hilft Betrieben dabei, an den richtigen Stellen im Ablauf zu prüfen und zu dokumentieren, dass Lebensmittel sicher verarbeitet, gelagert und weitergegeben werden.

Ziel ist immer: sichere Lebensmittel für den Verbraucher – nachvollziehbar und kontrollierbar.

 

Was ist die HACCP Zertifizierung?

Die HACCP-Zertifizierung ist der Nachweis, dass ein Unternehmen ein funktionierendes HACCP-System eingeführt hat – also ein System, das gezielt Lebensmittelrisiken erkennt, kontrolliert und dokumentiert.

Zertifiziert werden können alle Betriebe entlang der Lebensmittelkette – z. B. Hersteller, Händler, Lagerdienstleister oder Caterer.

Bei der Zertifizierung prüfen wir als unabhängige Stelle, ob das HACCP-System im Betrieb sinnvoll aufgebaut ist und im Alltag auch wirklich funktioniert.

Das Ergebnis: Ein offizielles Zertifikat, das Verlässlichkeit und Lebensmittelsicherheit nach außen sichtbar macht – für Kunden, Partner und Behörden.

 

HACCP-Zertifizierung: Diese Vorteile bringt sie Ihrem Unternehmen

Die wichtigsten Fakten zur HACCP ZertifizierungVerbesserung der LebensmittelsicherheitEinhaltung regulatorischer AnforderungenSteigerung der Kundenzufriedenheit
Marktzugang und ExportmöglichkeitenReduzierung von ProduktionsausfällenSenkung der Rückrufkosten
 

Warum PIAQ der richtige Partner für Ihre HACCP Zertifizierung ist

 

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HACCP Zertifizierung Ablauf

 

 
FAQ – Erfahren Sie mehr zum Thema HACCP Zertifizierung

Sie möchten mehr zum Thema HACCP Zertifizierung erfahren? Unsere Experten haben für Sie die wichtigsten Fragen beantwortet.

Ja, ein HACCP-Konzept ist gesetzlich vorgeschrieben – und zwar für alle Betriebe, die mit Lebensmitteln umgehen. Das gilt z. B. für Hersteller, Caterer, Händler, Lagerdienstleister oder auch die Gastronomie.

Die Pflicht zur Umsetzung ist in der EU-Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene festgelegt. Jeder Betrieb muss Risiken für die Lebensmittelsicherheit erkennen, bewerten und geeignete Maßnahmen festlegen.

Wichtig zu wissen:
Die Zertifizierung nach HACCP ist freiwillig – sie zeigt aber nach außen, dass das System nicht nur vorhanden, sondern auch von unabhängiger Stelle überprüft wurde.

 

Die Kosten für eine HACCP-Zertifizierung können je nach verschiedenen Faktoren variieren, einschließlich der Größe und Komplexität der Organisation, der spezifischen Anforderungen der Lebensmittelsicherheitsstandards, der Anzahl der Produktionsstandorte, die in den Geltungsbereich der Zertifizierung einbezogen werden sollen, und dem Umfang der notwendigen Vorbereitungen.

Als grober Richtwert können die Zertifizierungskosten für eine mittelgroße Organisation ab 1790 Euro beginnen, während große multinationale Konzerne oder Organisationen in hochregulierten Branchen mit höheren Kosten rechnen müssen.

Um die HACCP-Zertifizierung zu erlangen, muss ein Unternehmen ein funktionierendes Lebensmittelsicherheitsmanagementsystem implementieren, das den Anforderungen der HACCP-Richtlinien entspricht. Die Zertifizierung basiert auf den international anerkannten Prinzipien des HACCP-Systems, das Risiken in der Lebensmittelproduktion systematisch identifiziert, bewertet und kontrolliert.

 

Die HACCP-Zertifizierung ist für Unternehmen, die in der Lebensmittelproduktion, in Catering, in Restaurants, im Lebensmitteltransport oder in anderen Bereichen der Lebensmittelkette tätig sind, besonders relevant. Sie hilft dabei, mögliche Risiken zu minimieren, die Effizienz zu steigern und den Marktzugang zu erweitern, insbesondere in hochregulierten Märkten und bei internationalen Handelsaktivitäten

 

Aus der Sicht der Zertifizierungsstelle PIAQ Deutschland GmbH umfasst der HACCP Zertifizierungsprozess mehrere Schlüsselschritte, deren Dauer variieren kann.

Insgesamt kann der Zertifizierungsprozess aus Sicht der Zertifizierungsstelle zwischen 1 und 2 Monaten dauern, vorausgesetzt, das Unternehmen ist bereits gut auf das Audit vorbereitet. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Schätzung nur den Zeitraum umfasst, in dem die Zertifizierungsstelle aktiv am Prozess beteiligt ist.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie lange die HACCP Zertifizierung für Ihr Unternehmen dauern könnte, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie können uns anrufen, uns eine E-Mail schreiben oder das Kontaktformular verwenden. Gerne erläutern wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch den Ablauf und die voraussichtliche Dauer der Zertifizierung.

HACCP wurde ursprünglich in den 1960er-Jahren von der NASA und einem US-Lebensmittelunternehmen entwickelt – mit dem Ziel, absolut sichere Lebensmittel für Raumfahrtmissionen herzustellen.

Später wurde das System von internationalen Organisationen wie der WHO und der FAO weiterentwickelt und ist heute weltweit anerkannt – z. B. über den Codex Alimentarius, der die 7 HACCP-Grundsätze festlegt.

In der EU ist HACCP seit 2006 durch die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 ein fester Bestandteil der Lebensmittelhygienevorschriften.

Ein HACCP-Audit ist eine systematische Prüfung, bei der kontrolliert wird, ob ein Unternehmen ein funktionierendes HACCP-System eingeführt hat – und ob dieses in der Praxis richtig umgesetzt wird.

 

Dabei wird z. B. geprüft:

  • ob die Gefahrenanalyse vollständig ist,
  • ob kritische Kontrollpunkte (CCPs) richtig festgelegt und überwacht werden,
  • ob die Dokumentation, Schulungen und Hygieneabläufe nachvollziehbar und wirksam sind.

Das Audit wird von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle wie PIAQ durchgeführt – es ist Voraussetzung für die HACCP-Zertifizierung.

 

Hier sind die sieben HACCP-Grundsätze im Überblick – einfach erklärt und praxisnah:

 

1. Gefahrenanalyse durchführen

Ziel: Identifiziere alle potenziellen Gefahren (biologisch, chemisch, physikalisch) im Produktionsprozess.

Beispiel: Salmonellen in rohem Fleisch, Glasbruch, Reinigungsmittelreste.

 

2. Kritische Kontrollpunkte (CCPs) bestimmen

Ziel: Bestimme, an welchen Punkten im Prozess unbedingt eine Kontrolle nötig ist, um Risiken zu vermeiden.

Beispiel: Erhitzungsschritte, Kühlkette, Metall-Detektoren.

 

3. Grenzwerte für jeden CCP festlegen

Ziel: Definiere klare und messbare Grenzwerte, die eingehalten werden müssen.

Beispiel: Kerntemperatur von mindestens 75 °C beim Garen.

 

4. Überwachungsverfahren festlegen

Ziel: Kontrolliere regelmäßig, ob die Grenzwerte eingehalten werden.

Beispiel: Temperaturmessung und Dokumentation.

 

5. Korrekturmaßnahmen definieren

Ziel: Was tun, wenn ein Grenzwert überschritten wird? Lege genaue Maßnahmen fest.

Beispiel: Produkt sperren, Prozess anhalten, Ursachenanalyse.

 

6. Verifizierung des HACCP-Systems

Ziel: Überprüfe regelmäßig, ob das System wirksam ist.

Beispiel: Mikrobiologische Tests, interne Audits.

 

7. Dokumentation und Nachweise

Ziel: Halte alle HACCP-Maßnahmen schriftlich fest – für Kontrolle, Nachweis und Qualitätssicherung.

Beispiel: Aufzeichnungen zu Temperaturkontrollen, Schulungen, Reinigungspläne.

Das Audit basiert auf international anerkannten Grundprinzipien und gesetzlichen Vorgaben, vor allem:

  • den 7 HACCP-Grundsätzen nach dem Codex Alimentarius,
  • der EU-Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene,
  • sowie allgemeinen Anforderungen an Betriebshygiene, Risikoanalyse, Dokumentation und Eigenkontrolle.

Je nach Art und Größe des Unternehmens fließen auch branchenübliche Standards und bewährte Verfahren in die Bewertung mit ein.

Ein HACCP-Zertifikat bestätigt die Anwendung eines systematischen Konzepts zur Lebensmittelsicherheit.
HACCP steht für Hazard Analysis and Critical Control Points.
Das Zertifikat bezieht sich auf die Identifikation, Bewertung und Kontrolle von lebensmittelsicherheitsrelevanten Gefahren.
Es wird entlang der gesamten Produktions- und Prozesskette angewendet.
 

Die Gültigkeit eines HACCP-Zertifikats ist in der Regel zeitlich befristet.
Üblicherweise beträgt die Gültigkeitsdauer  drei Jahr.
Die Aufrechterhaltung des Zertifikats setzt regelmäßige Überprüfungen voraus.
 

Ein HACCP-Zertifikat wird von Unternehmen benötigt, die mit Lebensmitteln umgehen. Dazu zählen Organisationen, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten oder in Verkehr bringen. Ebenso betroffen sind Betriebe entlang der Lebensmittelkette, einschließlich Lagerung und Transport. Auch Unternehmen der Gemeinschaftsverpflegung fallen unter die HACCP-Anforderungen. Die Verpflichtung ergibt sich aus geltenden lebensmittelrechtlichen Vorgaben.


Ein HACCP-Zertifikat wird bei einer  Zertifizierungsstelle beantragt. Das Unternehmen muss ein HACCP-System eingeführt und angewendet haben. Der Antrag bezieht sich auf einen klar definierten Tätigkeitsbereich im Lebensmittelumfeld. Die Einhaltung der HACCP-Anforderungen wird geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird das HACCP-Zertifikat ausgestellt.

Die Umsetzung von HACCP ist in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben, insbesondere für Lebensmittelhersteller und -verarbeiter. Die Pflicht dient der Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit und der Minimierung von Risiken entlang der Produktions- und Lieferkette. .

Die drei Säulen der Lebensmittelsicherheit sind Präventivprogramme (PRPs), das HACCP-System und die Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette. Präventivprogramme umfassen grundlegende Hygiene- und Betriebsanforderungen. Das HACCP-System dient der Identifikation, Bewertung und Beherrschung von Gefahren. Rückverfolgbarkeit stellt die Nachverfolgbarkeit von Lebensmitteln und Rohstoffen sicher. Diese drei Säulen bilden die Grundlage anerkannter internationaler Lebensmittelsicherheitsstandards.


ISO 22000 ist nicht besser als HACCP, sondern umfassender strukturiert.
HACCP beschreibt die grundlegende Methode zur Identifikation und Kontrolle von Gefahren in der Lebensmittelsicherheit.
ISO 22000 ist eine international anerkannte Managementsystemnorm, die HACCP systematisch einbindet.
Im Rahmen der Zertifizierung nach ISO 22000 werden zusätzlich organisatorische und prozessbezogene Anforderungen bewertet.
HACCP ist damit ein wesentlicher Bestandteil der ISO 22000 Norm.


Grundsätzlich gilt: Alle Zertifizierungen, die nach einer Norm, einem Standard, einem Regelwerk oder verbindlichen Vorgaben durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle durchgeführt werden, sind nicht kostenlos. Dies gilt auch für HACCP.
Unternehmen können ein HACCP-Konzept eigenständig erstellen und intern anwenden. Dieser interne Aufbau des Systems kann für das Unternehmen kostenfrei erfolgen, sofern keine externen Leistungen in Anspruch genommen werden.
Sobald jedoch ein Unternehmen sein HACCP-System durch eine Zertifizierungsstelle überprüfen lassen und dies mit einem Zertifikat bestätigen möchte, entstehen zwangsläufig Audit- und Zertifizierungskosten. Eine externe HACCP-Zertifizierung ist daher stets kostenpflichtig.

ISO 22000 ist eine internationale Norm für Managementsysteme der Lebensmittelsicherheit.
FSSC 22000 basiert auf ISO 22000, erweitert diese jedoch um zusätzliche sektorspezifische Anforderungen.
Während ISO 22000 allgemeine Anforderungen definiert, umfasst FSSC 22000 ergänzende technische Spezifikationen.
FSSC 22000 ist von der GFSI (Global Food Safety Initiative) anerkannt, ISO 22000 hingegen nicht.
Beide Standards folgen einem systematischen Ansatz zur Lebensmittelsicherheit.
 


Gute Hygienepraktiken (GHP): Sie bilden die Voraussetzung für das HACCP-System und umfassen grundlegende Hygieneanforderungen in Bezug auf Personal, Betriebsstätten, Ausrüstung und operative Hygiene.

HACCP-System: Dieses Element dient der Identifizierung, Bewertung und Beherrschung biologischer, chemischer und physikalischer Gefahren für die Lebensmittelsicherheit durch die Festlegung kritischer Kontrollpunkte.

Managementsysteme und Rückverfolgbarkeit: Sie ermöglichen eine systematische Steuerung der Lebensmittelsicherheitsprozesse, eine ordnungsgemäße Dokumentation sowie eine wirksame Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lebensmittelkette.

Diese drei grundlegenden Elemente bilden die Grundlage für Audit- und Zertifizierungstätigkeiten von Zertifizierungsstellen.

 
 
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